Ketten & Zubehör

Wikingerzeitliche Ketten sind häufig Bestandteile sogenannter Hacksilberfunde, also einer Ansammlung von Schmuck-Teilstücken. Geld als Zahlungsmittel existierte damals nur im römischen Reich und war in Skandinavien noch nicht üblich. Vieh, Waffen und Silber waren daher häufige Tauschgegenstände. Wenn bei so einem wikingerzeitlichen Tauschgeschäft das Tauschobjekt aus Edelmetall nicht das passende Gewicht aufwies, wurde auch schon mal ein Schmuckstück in Teile gehackt, um den gewünschten Wert zu erhalten.

Im wesentlichen trug man damals sogenannte Erbsketten oder Flechtketten, wobei letztere stärkere Durchmesser aufweisen und daher mehr auftragen. Wenige Funde von Flecht- oder Schlauchketten weisen an den vorne getragenen Enden Drachenköpfe auf. Diese halten dann das jeweilige Amulett sehr dekorativ in ihrem Maul.