Reiner Tetzner
"Germanische Göttersagen"
Nach alten Quellen neu erzählt, im praktischen Reclam-Format
219 Seiten, Format 14,8 x 9,6 cm, Broschur / Softcover
Dieses Buch mit Nacherzählung der alten Edda-Geschichten über die Götterwelt der Wikingerzeit ist ein guter Einstieg für Leute, die irgendwie mal von Thor, Odin und Freya gehört haben und mehr über diese wissen wollen.
Im Gegensatz zu möglichst originalnahen, reinen Übersetzungen der Eddas sind die Texte in diesem Buch in einem Erzählstil in modernem Deutsch geschrieben. Es finden sich auch keine Verse im Stabreim wie in der "Älteren Edda", die sprachlich interessant, aber ungeübt schwer lesbar sind. Daher ist dieses Buch ein guter Einstieg für Leute, die irgendwie mal von Thor, Odin und Freya gehört haben und mehr über diese Götterwelt der Wikinger wissen wollen.
Im Nachwort schreibt Reiner Tetzner, dass das Buch strenggenommen nur die Göttergeschichten der skandinavischen Mythologie beinhaltet. Da die Skandinavier jedoch sprachlich zu den Germanen gehören und es hier nicht um Religionsgeschichte, sondern um Dichtung geht, wurde dieser Titel gewählt.
Im Verlagstext heißt es zu dieser Ausgabe: "Ganz jenseits von Germanenkult und fataler Verklärung von »Nibelungentreue« und Heldentum hat der Leipziger Autor Reiner Tetzner die Götter- und Heldensagen Mittel- und Nordeuropas aus den Quellen neu erzählt. Die Göttersagen mit ihren Geschichten von Asen und Vanen, Odin, Thor, Loki und Freyja folgen dabei hauptsächlich der altnordischen Edda, die im mittelalterlichen Island aufgeschrieben wurde."
Inhaltlich ist das gut gelungen. Nur fragen wir uns nur, wieso die Neuausgabe von 2024 denn diese amüsierende Darstellung auf dem Buchcover hat, die Thor in einer Kostum-Mischung aus Wagneroper und Germanen-Zeus zeigt.
:-D
Verlag Reclam, 2024
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